Bombenfund: Bilanz

Nürnberg: Sprengmeister Michael Weiß (38 Jahre) und sein Kollege Martin Radons (36 Jahre) benötigten von 12.02 bis 12.34 Uhr 32 Minuten für die Entschärfung der amerikanischen Fliegerbombe. Unmittelbar danach konnten die Bewohnerinnen und Bewohner der von der Evakuierung betroffenen Anwesen wieder in ihre Wohnungen zurückkehren, Geschäfte wieder ihren Betrieb aufnehmen. Die Straßensperren sind seit 12.45 Uhr aufgehoben. Die betroffenen VAG-Buslinien sind wieder in Betrieb genommen. Die Betreuungsstellen werden aufgelöst, nicht-mobile Menschen von den Rettungsdiensten nach Hause gebracht.

Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly war während der Entschärfung vor Ort. Das Stadtoberhaupt dankte allen Beteiligten und betonte: „Auch heute ist erneut alles perfekt gewesen. Die Vorbereitungen liefen planmäßig und waren exzellent koordiniert. Die sozialen Netzwerke erleichtern dabei die Kommunikation ungemein. Lob an alle – den Sprengmeister und seinen Mitarbeiter, die Einsatzleitung und alle Einsatzkräfte! Der Einsatz ist höchst professionell vonstattengegangen.“

Die Örtliche Einsatzleitung wird allmählich ihre Einsatzkräfte abbauen. 566 Kräfte waren an dem Einsatz zur Entschärfung der Fliegerbombe beteiligt, und zwar folgende Einheiten: 310 Kräfte der Polizei, 44 vom THW Ortsverband Nürnberg, 102 von der Feuerwehr.

Die von Sprengmeister Michael Weiß und seinem Kollegen Martin Radons entschärfte Bombe wird noch heute von der Firma Kampfmittelbeseitigung Tauber nach Feucht gebracht.

Nach der vorläufigen Bilanz des Bürgertelefons, das noch bis 14 Uhr unter der Rufnummer 6 43 75-8 88 erreichbar ist, meldeten sich seit Montag bis heute 13 Uhr über 800 Anruferinnen und Anrufer. Die Website www.nuernberg.de mit aktuellen Informationen zum Bombenfund und der Entschärfung hatte seit gestern bis heute 12.45 Uhr 15 100 unterschiedliche Besucherinnen und Besucher. Der Evakuierungsplan wurde über 3 300 Mal heruntergeladen, die Anwohnerinformation über 2 200 Mal und die Straßen- und Hausnummernübersicht des Evakuierungsgebietes 1 800 Mal.

Die Kosten für Polizeieinsatz, Berufsfeuerwehr und hauptamtlichen Rettungsdienst übernehmen die jeweiligen Organisationen selbst. Bei den ehrenamtlichen Helfern erstattet die Stadt Nürnberg tatsächlich entstandene Kosten, wenn etwa deren Arbeitgeber Verdienstausfall geltend machen. Außerdem trägt die Stadt die Kosten für die Personenbetreuung in den Sammelstellen sowie Sprit- und Materialkosten von THW und anderen Hilfs- und Rettungsdiensten. Die Kosten für Entschärfung und Räumung von Sprengmitteln übernimmt der Freistaat Bayern.

Quelle: Stadt Nürnberg

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