Quasi Centrum Europae: Die Handelsmetropole Nürnberg

Nürnberg: Die Führungsreihe „Fokus Stadtgeschichte“ wirft diesmal ein Licht auf die herausgehobene wirtschaftliche Stellung der Reichsstadt Nürnberg.

Blick in ein Kaufmannshaus (Gemälde: Unbekanntes Mitglied der Malerfamilie Sandrart: "Die reichsstädtische Gewürz- und Safranschau in Nürnberg". Öl auf Leinwand, um 1580/1600). - Bildnachweis: Museen der Stadt Nürnberg/Gemälde- und Skulpturensammlung
Blick in ein Kaufmannshaus (Gemälde: Unbekanntes Mitglied der Malerfamilie Sandrart: "Die reichsstädtische Gewürz- und Safranschau in Nürnberg". Öl auf Leinwand, um 1580/1600). - Bildnachweis: Museen der Stadt Nürnberg/Gemälde- und Skulpturensammlung

Der etwa einstündige Rundgang mit Museumsleiterin Brigitte Korn beginnt am Sonntag, 2. Juni 2013, um 14 Uhr im Stadtmuseum Fembohaus, Burgstraße 15. Die Teilnahmegebühr inklusive Museumseintritt beträgt 5 Euro, ermäßigt 3 Euro.

Wie „eine Spinne im Netz“ an den wichtigsten Handelsstraßen gelegen, stieg die Reichsstadt Nürnberg im Lauf des Mittelalters zu einem bedeutenden Handelszentrum mit Monopolstellung in vielen Handelsbereichen auf. Der sich entwickelnde Groß- und Fernhandel sowie die Handwerkerschaft, die für ihre qualitätsvollen und innovativen Produkte Berühmtheit erlangte, festigten Nürnbergs Stellung als Handelsmetropole europäischen Ranges. Zur Versorgung der einheimischen Bevölkerung importierten die Nürnberger Kaufleute Waren des täglichen Bedarfs, Güter aus dem Luxussegment sowie Rohstoffe wie Metalle, Farben oder Wolle für die heimischen Handwerker. Gleichzeitig exportierten sie die in der Stadt gefertigten Güter, den weithin bekannten „Nürnberger Tand“, und veräußerten ihn auf zahlreichen bedeutenden Messeplätzen in ganz Europa. Musikinstrumente, Zeichen- und Messgeräte, leonische Drahterzeugnisse, Spielzeug, Metallwaren und vieles mehr fanden in Linz, Frankfurt am Main, Leipzig, Lyon oder Antwerpen ihre Abnehmer.

Anhand wichtiger Exponate geht die Führung dem Aufstieg Nürnbergs zum „Quasi Centrum Europae“ nach, zeigt die schwindende Bedeutung der Stadt als Handelsmetropole seit dem Dreißigjährigen Krieg und verfolgt die weitere Entwicklung des Handelsstandorts Nürnberg bis zum Ende der reichsstädtischen Zeit 1806.

Die Führung ist Teil der Reihe „Fokus Stadtgeschichte“, bei der Museumsleiterin Brigitte Korn im zweimonatigen Rhythmus Schätze des Stadtmuseums in den Blick nimmt. Die Führung „Quasi Centrum Europae. Die Handelsmetropole Nürnberg“ findet nochmals am Donnerstag, 27. Juni 2013, um 16 Uhr statt. An diesem Tag ist die Führungsgebühr im ermäßigten Museumseintritt von 3 Euro enthalten.

Weitere Informationen und Hinweise zur Führung stehen im Internet unter www.museen.nuernberg.de/fembohaus/fuehrungen/oeffentliche_fuehrung en.html.

Quelle: Stadt Nürnberg

Kommentar schreiben

Kommentare: 0

Aktuelles

Sa

22

Mär

2014

Ice Tigers: Erster Sieg in Playoff-Viertelfinalserie!

Nürnberg: Im dritten Spiel der Viertelfinalserie sollte für die THOMAS SABO Ice Tigers endlich der erste Sieg gegen die Grizzly Adams Wolfsburg her. Von 6.797 begeisterten Zuschauern frenetisch unterstützt, legten die Ice Tigers, die mit Tyler Weiman im Tor begannen, los wie die Feuerwehr und setzten die Gäste dermaßen unter Druck, dass diese sich in den ersten 20 Minuten kaum aus der Nürnberger Umklammerung befreien konnten.

mehr lesen 0 Kommentare

Sa

25

Jan

2014

Ice Tigers: Spektakulärer 7:6 n.P.-Sieg gegen Augsburg!

Nürnberg: "Rock the House" hieß das Motto der THOMAS SABO Ice Tigers am Freitagabend gegen die Augsburger Panther. Und was die beiden Teams von Beginn an zeigten, hatte tatsächlich etwas von Rock'n'Roll.

mehr lesen 0 Kommentare

Mi

15

Jan

2014

„Tunneldurchschlag“ für die U3 Nordwest

Nürnberg: Die Bauarbeiten der U 3 Nordwest schreiten voran: Mit dem sogenannten „Tunneldurchschlag“ für den Abschnitt Klinikum Nord bis Nordwestring am heutigen Mittwoch, 15. Januar 2014, ist eine wichtige Bauphase abgeschlossen.

mehr lesen 0 Kommentare

SHARE ON ...