Johannis Grizzlys: SV Johannis 07 gegen SV Germania Weingarten

Nürnberg: Im vorletzten Kampf der laufenden Bundesliga Runde, hatten die Johannis Grizzlys den Tabellenführer und 2 fachen Deutschen Mannschaftsmeister zu Gast.

Die Gäste aus Nordbaden, brachten neben Ihren lautstarken Fans und einigen Trommeln, auch einige zur Weltklasse und Deutschen Spitzenklasse zählende Athleten mit.

Im Lager der Grizzlys hatte man sich auf Grund der Aufstellung, den ein oder anderen Kampf mehr ausgerechnet, doch die Germanen Ringer, hatten an diesem Abend in den entscheidenden Kämpfen, die die Grizzlys gewinnen wollten mehr Biss.

Wie erwartet kam es im 55 kg limit zum Aufeinander Treffen, der Sportfördersoldaten und Trainingskollegen Lukas Höglmeier und Fabian Schmitt. Der EM Teilnehmer 2011 und Deutscher Vizemeister 2011 aus Weingarten, kam gegen den in absoluter Topform ringenden Fabian Schmitt, nicht in den Kampf, in allen Belangen war Fabian überlegen. Lediglich die 2. Runde musste er mit 1:0 abgeben. In der 4. Runde hob er den Weingartener aus und schmiss ihn sogar auf die Schultern, den Schultersieg verhinderte, der nicht gut possitionierte Kampfrichter. Alles in allem ein klarer Punktsieg für Fabian.

In 120 kg hoffte man das Georgi Sredkov mit seiner, am vergangenen Samstag, erlittenen Knieverletzung gegen Gabriel Seregely mitringen konnte. Dies war aber wohl, nur ein frommer Wunsch. Bei der 1. Aktion, brach die Verletzung wieder auf, bzw. schmerzte zu stark, so das er den Kampf beenden musste und vier Punkte an Weingarten gingen. Ein Einsatz nächste Woche, dürfte mehr als fraglich sein man wird sehen, was die Ärzte sprechen.

In der Gewichtsklasse 60 kg kam es zu dem Duell, Jugend SV Johannis gegen Weltklasse in Form von Tim Stadelmann gegen Chirtoaca, der moldawische Rumäne war mit seinen blitzschnellen Aktionen Immer einen Tick schneller und körperlich überlegen. Das 3:0 war trotz der Stärke seines Gegners eine tolle Leistung von Tim Stadelmann, der bereits am Sonntag früh um 6 wieder auf ein Internationales Turnier reisen musste.

Nun kam ein Kampf in 96 kg gr. röm. , hier hoffte man, das Philipp Vanek gegen Rene Zimmermann Seinen Gewichtsvorteil nutzen könnte. Auch hier war der Gästeringer zu ausgebufft, er konnte seinen Gegner Philipp Vanek immer wieder im Entscheidenden Moment einen Punkt abnehmen, oder keinen Abgeben in der Bodenlage, so war ein erhoffter Sieg zu einer 0:3 Niederlage geworden.

Im 5. Kampf und im letzten vor der Pause, kam es zum aufeinander treffen, zweier junger Deutscher Nachwuchsathleten. Der letzte Woche noch auf der Polizei Europameisterschaft ringende Sven Dürmeier (5. Platz, allerdings im Freistil) traf auf den Sportfördersoldaten Benjamin Hofmann.

Gewann er die 1. Runde noch souverän mit 3:0, musste er leider gegen den taktisch sehr gut verteidigenden Hofmann , die Runden 2 bis 4 knapp abgeben. Auch hier hatte man einen Sieg Erhofft. Aber Sven fehlte nach den anstrengenden Wochen, die Spritzigkeit um so einen Kampf zu gewinnen zu können.

Nach der Pause kam es auch zu einem ungleichen Duell , der Nachwuchsmann Franco Besold rang zwar beherzt und vollen Mutes, doch gegen den Türken Söner Demirtas war kein Kraut gewachsen. Blitzschnell und Technisch auf Weltklasse Niveau musste Franco diesen Kampf überhöht abgeben. Seine Fortschritte nach der Verletzung waren aber zusehen.

In der Gewichtsklasse 66 kg kam es zum Aufeinandertreffen, zweier gleichwertiger International Erfahrenen Ringern, dem mehrfachen Deutschen Meister Marcel Ewald und dem Bulgarischen Vizemeister auf Nürnberger Seite, Stojan Iliev. Dieser Kampf, war eine Augenweide für alle Ringsportfans, mit Szenenapplaus für beide Sportler, gingen die ersten beiden Runden, mit jeweils 1:0 an Iliev. Aber in der 3. Runde zauberte Stojan auf der Matte und lies dem Ringerfachmann die Zunge schnalzen. Mit Sage und schreibe 7:0 fertigte er Marcel Ewald ab, er (Ewald)entging nur auf Grund der abgelaufenen Zeit einer Schulterniederlage. Ein Kampf der alleine das Eintrittsgeld wert war.

In der 84 kg hatten sich die Optimisten auch etwas ausgerechnet, hier trat der Veteranen Weltmeister Adam Juretzko auf Weingartener Seite, der eine Gewichtsklasse aufrückte und Matthias Baumeister der körperlich überlegen schien. Doch die Routine und das Technische Geschick des Altmeisters, den Mann in Ringerkreisen schlicht weg Kommander ruft, überwog gegen die körperliche Überlegenheit. Ja, so ist das Ringen, eben immer nicht alles vorhersehbar.

In den letzten beiden Kämpfen trat ebenfalls der junge Christian Fochtler 18 Jahre, gegen den mehrfachen Internationalen Medailliengewinner Panait an, diesen Kampf sollte Christian unter Erfahrung abhaken, zu stark war sein Gegner.

Im 74 Freistil konnte der Grippegeschwächte und mit Kniebeschwerden ausgestattete Marco Dürmeier gegen den starken Ungarn Laszlo Szabols nichts ausrichten und musste sogar mit seinen beiden Schultern auf der Matte diesen Kampfabend beenden.

Dieser Kampf spiegelte das derzeitige Leistungsniveau der Grizzlys wieder, 3 Athleten die mithalten können mit den Topathleten, 2 bis 3 die auf dem Sprung sind und einigen Jungen die auf einem guten Weg sind, aber noch ein paar Jahre brauchen.

Somit gibt es am nächsten Samstag den Showdown in Hallbergmoos, es wird schwierig werden, mit diesem Lazarett die Klasse zu halten. Die Grizzlys werden trotzdem mit Breiter Brust und Ihrer jungen Mannschaft die Reise nach Hallbergmoos antreten.

Vielleicht wird es der letzte Kampf in der 1. Bundesliga sein, aber die positiven Schreiben vieler Ringsportfans aus ganz Deutschland machen den Grizzlys Mut, Ihren Jugendstil und Nachwuchsarbeit weiter zu machen. In welcher Liga wird man nächsten Samstag nach dem Abpfiff des Kampfes wissen.

Quelle: Udo Schmitt / Johannis Grizzlys

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