Ice Tigers: Erneutes 3:4 nach Penaltyschießen

Nürnberg: Zum Spiel der THOMAS SABO Ice Tigers gegen die Krefeld Pinguine kehrte Yan Stastny ins Team von Jeff Tomlinson zurück. Auch Leo Pföderl reiste aus Bad Tölz an, so dass die Ice Tigers zum ersten Mal seit Wochen vier komplette Sturmreihen aufbieten konnten.

Den besseren Start in die Partie erwischten allerdings die auswärtsstarken Gäste aus Krefeld. Mark Voakes hatte gleich beim ersten Wechsel die erste gute Chance für die Pinguine, konnte Tyler Weiman im Nürnberger Tor aber nicht überwinden. In der 5. Minute schoss Patrick Klöpper freistehend übers Tor, kurz darauf gingen die Pinguine dann in Führung. Kevin Orendorz ließ Jason Jaspers in der neutralen Zone aussteigen und schoss dann genau in den Winkel zum 0:1 ein (6.). Als die Pinguine in der 8. Minute die erste Strafzeit nahmen, durften auch die Fans der Ice Tigers zum ersten Mal jubeln. Yan Stastny brachte den Puck aus dem Gewühl heraus über die Torlinie. Eine etwas kontroverse Szene, denn Schiedsrichter Ulpi Sicorschi setzte schon zum Pfiff an, als der Puck über die Linie rutschte. Den Ice Tigers war das natürlich egal, sie setzten weiter nach und kamen in der 9. Minute durch Eric Chouinard auch zur nächsten Riesenchance nach einem feinen Querpass von Ryan Bayda. In der 16. Minute schloss Dusan Frosch einen Spielzug über Steven Reinprecht und Patrick Reimer mit einem Schlagschuss ab, der Puck ging aber knapp am langen Pfosten vorbei. So blieb es beim 1:1 nach 20 Minuten.

Das zweite Drittel startete gleich mit einem Paukenschlag. Nach 45 Sekunden führten die Ice Tigers auf einmal mit 2:1. Marco Nowak spielte die Scheibe tief, von dort prallte der Puck vors Tor, wo Patrick Buzas am schnellsten reagierte und die Nürnberger Führung erzielte. In der 26. Minute musste Leo Pföderl wegen Hakens hinter dem Krefelder Tor auf die Strafbank. Diese Chance ließen sich die Pinguine nicht entgehen: Boris Blank spielte den Puck durch die Beine von Connor James zu Christian Ehrhoff, der von der blauen Linie abzog und Weiman keine Abwehrchance ließ - 2:2. Nur 61 Sekunden später hieß es auf einmal 2:3, als die Ice Tigers den Puck nicht aus dem eigenen Drittel brachten und Patrick Klöpper seinen Sturmpartner Andreas Driendl bediente, der den Puck genau unter die Latte schlenzte. Nach einigen Minuten, in denen die Ice Tigers etwas schockiert wirkten, kam das Team von Jeff Tomlinson wieder etwas besser in die Partie. Erst traf Peter Lindlbauer bei einer Kontersituation den Puck nicht richtig, dann brachten die Ice Tigers die Scheibe aber doch über die Linie. Jason Jaspers bediente Connor James mit dem Rücken zum Tor stehend mit der Rückhand, James musste nur noch die Kelle reinhalten - 3:3 (35.).

Im letzten Drittel wirkten die Pinguine wieder etwas frischer als die Ice Tigers, Casey Borer rettete in einer Szene knapp vor der Linie. In der 50. Minute verlor Tyler Weiman kurz die Übersicht, der Puck lag neben ihm frei vor dem Tor. Bevor ein Krefelder einschieben konnte, warf sich Weiman auf den Puck und verhinderte so die vermeintliche Vorentscheidung. Fünf Minuten vor Schluss kamen die Ice Tigers durch Steven Reinprecht (über die rechte Seite) und Eric Chouinard (vor dem Tor) noch zu einer Doppelchance, sie konnten Langkow aber nicht überwinden. Mehr passierte in der regulären Spielzeit nicht, damit blieb es nach 60 Minuten beim 3:3. Die Verlängerung brachte auch nichts mehr ein, so musste genau wie am Freitag das Penaltyschießen entscheiden. Dort scheiterten Yan Stastny, Yasin Ehliz und Eric Chouinard für die Ice Tigers, bei Krefeld traf Steve Hanusch als letzter Schütze und bescherte seinem Team so den Zusatzpunkt.

Stimmen zum Spiel:

Rick Adduono: Ich bin stolz auf meine Mannschaft. Die Kleinigkeiten haben wir heute sehr gut gemacht. Um auswärts zu gewinnen, muss man in allen Zonen gut spielen. Scott Langkow hat heute gut gehalten, das hat er gebraucht. In der Verlängerung und im Penaltyschießen ist das natürlich immer eine Lotterie.

Jeff Tomlinson: Wir wussten, dass Krefeld auswärts eine sehr starke Mannschaft ist. Unser Ziel heute war, einfacher zu spielen, und das ist uns nicht gelungen. Wir hatten zu viele Turnovers, die uns das Leben schwer gemacht haben. Gegen Krefeld darf das nicht passieren, weil die eine sehr gute Kontermannschaft sind. Wir müssen zu viel tun, um Tore zu schießen. Man muss auch sagen, dass unsere besten Spieler nicht unsere besten Spieler sind. Die müssen das jetzt beweisen.

Spielstand Zeit Torschütze 1. Assistent 2. Assistent Bemerkung
0:1 05:37 Orendorz Robar    
1:1 07:30 Stastny Bayda Pollock 5:4-Überzahl
2:1 20:45 Buzas Nowak Ehliz  
2:2 25:53 Ehrhoff Pietta Blank 5:4-Überzahl
2:3 26:54 Driendl Klöpper Ostwald  
3:3 34:03 James Jaspers Lindlbauer  
3:4 65:00 Hanusch     Penaltyschießen

 

Strafen:
Ice Tigers 4 Min
Krefeld Pinguine 8 Min

 

Allgemeine Informationen:

Zuschauer: 3939
Schiedsrichter: Brüggemann, Sicorschi

 

Quelle: Roman Horlamus / Thomas Sabo Ice Tigers

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