Johannis Grizzlys: Deutliche Niederlage in Nendigen

Nürnberg: „Never change a winning team“ - diesen Leitspruch konnten die „Grizzlys“ am Samstag beim ASV Nendingen nach dem Sieg gegen den KSV Aalen nicht befolgen.

Wieder einmal zwang das Verletzungspech die Verantwortlichen der „Grizzlys“, die Mannschaft auf mehreren Positionen umzubauen. Für Fabian Schmitt und Fredrik Schön rückten Daniel Endres und Philipp Vanek in die Mannschaft. Dass die Niederlage um die Mannschaft von Trainer Christoph Pscherer dann so hoch ausfiel, war abzusehen, die Johanniser Ringer verkauften ihre Haut aber teuer.

In 55kg griechisch-römisch mussten die Grizzlys auf den verletzen Fabian Schmitt verzichten, der sich am Freitag kurzfristig abmelden musste. Für ihn sprang „Oldie“ Daniel Endres ein, der vor einer schier unlösbaren Aufgabe gegen den Europameister von 2010, Roman Amoyan, stand. Gegen den Armenier stand Daniel dann auch wie erwartet auf verlorenen Posten, er konnte seinem Gegner jedoch Parolie bieten und in Runde zwei sogar mit 3-0 in Führung gehen. Am Ende musste er sich jedoch mit 0:4 geschlagen geben.

In 120kg Freistil kam es, wie in der Hinrunde, zum Duell zwischen dem Nürnberger Georgi Sredkov und dem Nendinger Nicolai Ceban. Georgi, der zwei Jahre in Nendingen gerungen hat und von den Zuschauern mit viel Beifall empfangen wurde, hatte seinem Kontrahenten nichts entgegen zu setzen und verlor den Kampf mit 0:3.

In 60kg Freistil trafen mit Deniz Menekse und dem ehemaligen deutschen Spitzenringer Sergiy Skrypka zwei Sportler aufeinander, die eigentlich im griechisch-römischen Stil zuhause sind. Deniz zermürbte seinen Gegner allerdings mit blitzsauberen Beinangriffen und sammelte Punkt um Punkt zu einem technisch überlegenen Sieg. So konnten die Grizzly den ersten von zwei Siegen an diesem Abend feiern.

Der zweite Sieg folgte sogleich in der 96kg griechisch-römisch-Klasse. Dort traf Philipp Vanek auf Volker Hirt. In Runde eins überraschte Philipp seinen Kontrahenten mit einer schnellen Aktion im Stand und zwei Rollen im Boden und entschied so Runde eins mit 5-0 für sich. In den beiden Folgerunden kontrollierte er seinen Gegner im Stand und gewann beide Runden durch eine gute Bodenabwehr zu einem 3:0-Rundenerfolg.

Danach folgte die Gewichtsklasse bis 66kg griechisch-römisch. Dort hatte es Sven Dürmeier mit keinem Geringeren als dem Olympiafünften und amtierenden Europameister Frank Stäbler zu tun. Sven konnte gegen den starken Stäbler gut dagegen halten und musste Runde eins erst kurz vor Schluss abgeben. Nachdem Runde zwei deutlich verloren ging, gelang es Sven dann, seinen Gegner im Boden so unter Druck zu setzen, dass sich dieser nur mit einer Mattenflucht behelfen konnte, was mit einer „Eins“ für Sven bestraft wurde. Runde vier ging wieder an Stäbler, Svens Rundengewinn bei seiner 1:3-Niederlage kann aber als Erfolg gewertet werden.

Nach der Pause hatten die Grizzlys dann nicht mehr viel zu lachen. Wie schon im Kampf gegen Aalen rückte Marco Dürmeier in die 84kg-Klasse Freistil auf und bekam es dort mit dem sehr starken Piotr Ianulov zu tun. Nachdem die erste Runde schon mit 0-6 verloren ging, musste Marco in Runde zwei eine Schulterniederlage hinnehmen.

In 66kg Freistil ging Stoyan Iliev gegen Andrej Perpelita auf die Matte. Was dann folgte,war ein Freistilkampf auf höchstem Niveau, in dem Stoyan allerdings leider keine entscheidende Rolle spielen konnte. Sein Gegner überraschte ihn immer wieder mit schnellen Angriffen, denen der „Grizzly“ nichts entgegen zu setzen hatte. Dennoch gelang es ihm zwischenzeitlich eine Runde zu gewinnen, der Kampf ging aber mit 1:4 verloren.

In 84kg griechisch-römisch bekam es Matthias Baumeister mit Neven Zugaj zu tun. Der Olympiateilnehmer aus Kroatien, der international in der 74kg-Klasse zu Hause ist, setzte Matthias im Stand stark unter Druck und konnte die erste Runde klar für sich entscheidenden.Auch in Runde zwei und drei versuchte Matthias alles, fand aber gegen den starken Zugaj kein Mittel und musste sich mit 0:3 geschlagen geben.

Die beiden 74kg-Kämpfe sollten schneller vorbei sein, als den Grizzlys lieb war. Im griechisch-römischen Stil dauerte es gerade einmal 30 Sekunden, bis Eduard Kratz den Nürnberger Christian Fochtler mittels einer Kopfklammer auf die Schultern legte. Auch Mario Besold musste gegen Ahmed Dudarov eine Schulterniederlage hinnehmen, welche allerdings sehr unglücklich gewesen ist. Nachdem Mario in Runde zwei mit 2:0 in Führung gegangen war, setzte sein Gegner alles auf eine Karte und konnte Mario mit einer Aktion in die Brücke befördern, aus welcher er sich nicht mehr befreien konnte.

Am Ende stand eine 29:9 Niederlage der „Grizzlys“ gegen den Mitfavorit auf die deutsche Mannschaftsmeisterschaft aus Nendingen. Die Niederlage fällt zwar sehr deutlich aus, aber mehr war an diesem Samstag für die Nürnberger Mannschaft einfach nicht zu holen. Vor einer weitere Herausforderung standen dann die „Grizzlys“ bei der Heimfahrt, denn der Wintereinfall erschwerte den Heimweg nach Nürnberg!

Quelle: Udo Schmitt / Johannis Grizzlys

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