Sieg der Johannis Grizzlys gegen Aalen

Nürnberg: Kein geringerer als der mehrfache Mannschaftsmeister KSV Aalen 05 war am Samstag, 20.10.2012 in der Richard White jun. Arena zu Gast. Verkehrte Welt, oder die Zuschauer trauten Ihren Augen nicht, als Sie den Endstand der Begegnung auf der Videowand, ansahen. Den mit einem so klaren, für die meisten nicht für möglich gehaltenen 21:17 zeigten die Grizzlys erstmalig in dieser Saison Ihre Krallen.

Nach dem Abwiegen, waren die Grizzlys schon etwas positiv gestimmt und rechneten sich Chancen aus, den die Aalener stellten eigentlich optimal auf und die Grizzlys witterten den ersten Heimsieg, wenn den alles gutlaufen würde, was nach der bisherigen Saison nicht unbedingt zu erwarten war.

Vor einer enttäuschenden Zuschauerkulisse (nur die treuesten Fans waren gekommen) mussten sich die jungen Grizzlys von Ihrem Fanclub Germania motivieren lassen.

Der Erste Kampf versprach schon Hochspannung, der amtierende Rumänische Meister und ehemalige Kadetten Europameister, der 27 jährige Konstantin Bulibasa, traf auf den Deutschen Vizemeister, Fabian Schmitt.

Ein Kampf auf höchsten Niveau folgte, musste Fabian die erste Runde mit 1:0 noch hergeben, holte er sich die 2. Runde mit einer guten Bodenabwehr die 2. Runde mit 1:0, die 3. Runde war er der Aktivere und wählte die Oberlage nach 1:30 min., ohne Wertung und dann waren es 10 sec. Bis zum Gong und Fabian katapultierte mit einer Energieleistung seinen Gegner aus dem Boden und warf in über die Brust und holte sich somit die verdiente Wertung und gewann die 3. Runde ebenfalls mit 1:0. Es wurde spannend als in der 4. Runde, Fabian die Unterlage wählte, nun drehte Bulibasa den Spies um, jedoch wurde die Beinarbeit des Rumänen nicht geahndet und er gewann 0:2 die 4. Runde. Der Finalcountdown ging in die allesentscheidende 5. Runde, im Stand fiel keine Wertung, somit musste der Boden entscheiden, nun wählte Bulibasa die Unterlage, was ihm zum Verhängnis wurde.

Fabian nutzte seine Chance unter den Anführungsrufen seiner Teamkollegen und des Fanclubs und täuschte geschickt einen Ausheber an und drehte 10 sec. Vor Schluß seinen Gegner und feierte somit einen sensationellen 3:2 Rundensieg, nun war der erste Schritt getan und es ging weiter aber wie.

Hochmotiviert ging im Limit bis 120 kg Georgi Sredkov an den Start. Sein Gegner Ralf Böhringer der 25 kg schwerer war als er, aber eher im  Griechisch Römisch zu Hause ist, wunderte sich nach wenigen Sekunden wie ungestüm der Bulgare zu Werke ging.

Georgi wuchte seinen Gegner mit einem Doppelbeingriff hoch und warf ihn mit einer spektakulären 3 er Wertung, nach außen. Nun war der letzte Zuschauer von seinem Sitz aufgestanden.

Nach wenigen Sekunden kam die zweite 3 er Wertung und die Runde war mit 6:0 für Georgi entschieden, die Runden zwei und 3 brachte er Souverän mit 2:0 und 1:0 nach Hause, was ihm einen ungefährdeten 3:0 Punktsieg einbrachte.

Nun ging in der Klasse bis 60 Kg Freistil Stojan Iliev für die Grizzlys auf die Matte, er traf auf Timur Seidel, ein sehr guter junger Nachwuchsringer. Dieser Kampf war für Freistiler ein Genus, Schnelligkeit und Technisches Geschick wurden von beiden Seiten geboten, doch Stojan war immer einen Tick Schneller und konnte seinen Gegner mit 2:1, 3:0, 3:0 sicher in Schach halten.

Ein wirklich super Freistilkampf.  Die Zuschauer und das Fernsehteam vom Frankenfernsehen, hatten sich den richtigen Kampf ausgesucht und kamen voll auf Ihre Kosten.

In der Gew.Klasse bis 96 kg kam für Aalen der Olympiasieger von Peking Andrea Minguzzi, er traf auf Fredrik Schön, der noch nicht 100 % ig Fit nach seiner Verletzung erstmalig wieder auf der Matte stand. Zunächst sah es sehr gut aus für Fredrik, doch der Klevere und Konditionsstarke Minguzzi, arbeitete unentwegt und bemerkte, das Fredrik noch nicht ganz Fit ist und drehte, den schon fast sicher geklaubten Sieg Schöns in eine 2:3 Niederlage für Fredrik um. Trotzdem ein toller 5 Runden Fight der 2 wichtige Rundensiege für die Grizzlys mitbrachte.

Euphorisiert, ging es in den 5. Kampf. Hier wollte es Sven Dürmeier gegen den Deutschen Patrick Sorg Wissen und seine Stärke zeigen. Vielleicht leicht übermotiviert ging Sven in den Kampf und nach einer Situation stand er für kurze Zeit, am Rande einer Schulterniederlage er befreite sich spektakulär und stellte Postwendend seinen Gegner Sorg in die Brücke. Er gewann diese Runde mit 3:3 auf Grund der letzten Wertung.

Die Runden 2 und 3 gewann er durch große kämpferische Leistung mit 2:0 und 2:0.

Somit ging es erstmalig mit einer 14:5 Führung in die Pause. Die Sensation war möglich.

Nun kam ebenfalls ein Kampf zwischen 2  Deutschen Nachwuchstalenten,  in der Klasse bis 84 kg Freistil, hier rückte der angeschlagene Marco Dürmeier eine Gewichtsklasse auf, was sich als taktisch geschickter Schachzug der Betreuer Florian Böhm und Christoph Pscherer erwies.

Marco erfüllte seine Aufgabe, eine Runde zu holen, zu 100 %. Mit einer wiederum starken Kämpferischen Leistung passte er sich seinen Mannschaftskollegen nahtlos an. Er verlor mit 1:3, was sich wie ein Sieg anfühlte.

Nun kam ein taktisch und mit Schnelligkeit geführter Kampf, zwischen ebenfalls zweier junger Deutschen. Mario Besold und der talentierte Julian Meyer, lieferten sich ein heißes und spannendes Mattengefecht, was 2 Runden ohne Wertung blieb und jeweils zu Gunsten von Mario im Clinch entschieden wurde. Auch die endscheitende 3. Runde ging mit 1:0 an Mario, was zur 18:8 Führung ausreichte.

Nun musste sich Matthias Baumeister bis 84 kg gegen Ramsin Azizir den hochdekorierten Sportfördersoldaten stellen. Mit viel Kampfgeist stellte er sich den scheinbar unbesiegbaren Azizir um eventuell eine Runde mit zunehmen. Was ihm leider nicht gelang. Er verlor knapp mit 0:3, 0:1,0:1 und es stand 18:11, bei noch 8 möglich zu vergebenden Punkten. Das hieß, alles war möglich von der Niederlage über das Unentschieden bis zum Sieg.

Doch nun kam Martin Klopf der in die Mannschaft rückte und auf Hans-Jörg Scherr traf.

Die Ausgangslage war folgende, ein 0:3 würde zum Unentschieden reichen, wenn er eine Runde gewinnen würde, würde es zum Sieg reichen, sollte er auf Schulter oder überhöht verlieren wäre die 9. Niederlage perfekt.

Alles lief für Aalen nach Plan und Scherr gewann die erste Runde mit 3:0, doch noch war man im Johanniser Lager gespannt euphorisch. Die 2. Runde, es viel kein Punkt im Stand und Martin kam in die Unterlage, aber hier gab der mental Starke Klopf keine Wertung ab und sicherte sich die Runde mit 1:0 der Rundensieg war perfekt. Nun mussten die Grizzlys hoffen, dass er in den Folgerunden nicht zu viel technische Punkte abgibt und nicht auf die Schultern geht. Doch der Krimi nahm seinen  Lauf. Klopf verlor die 3. Runde 3:3 und holte sich mit einer kämpferischen Glanzleistung die Runden 4 und 5 und gewann seinen und den Kampf der Mannschaft. Was folgte, war ein kollegialer Freudentaumel auf der Matte.

Bastian Wohlfahrt musste in der Folge, wieder einmal die schwere Aufgabe erledigen und sich gegen Aalens Topmann Atofani zu stellen. Die Schulterniederlage war nur Ergebniskorrektur für Aalen.

Johannis jubelte schon längst und Freute sich über die ersten 2 Punkte über den KSV Aalen 05.

Enttäuscht zeigten sich die Grizzlys über den Zuschauerzuspruch und den einbrechenden Einnahmen.

Dies soll aber diesen wunderbaren Sieg nicht trüben, erstmal feiern und dann die schwierigen Wochen und die letzten 5 Kämpfe verletzungsfrei überstehen.

Quelle: Udo Schmitt / Johannis Grizzlys

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